Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit

Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

© congerdesign / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.comPaderborn, 25.1.2017 Papst Franziskus hat Skandalgier und Sensationslust von Medien kritisiert. Die Logik, "dass eine gute Nachricht keinen Eindruck macht und deswegen auch gar keine Nachricht ist", könne das Gewissen betäuben und Hoffnungslosigkeit verbreiten, heißt es in der Papstbotschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel (siehe unten), die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Fixierung auf schlechte Nachrichten erzeuge einen "Teufelskreis der Angst" und eine "Spirale der Furcht". Journalisten forderte der Papst auf, auch "gute Nachrichten" und Berichte anzubieten.

Franziskus betonte zugleich, dass es ihm keineswegs darum gehe, Leiden zu ignorieren und ein "Informationsdefizit zu fördern". Ebenso falsch sei ein "naiver Optimismus", der sich vom "Skandal des Übels" nicht anrühren lasse. Es brauche eine konstruktive Kommunikation, die Vorurteile über den Anderen zurückweise und eine Kultur der Begegnung fördere, so der Papst. Journalisten sollten dazu beitragen, dass die Menschen die Wirklichkeit mit bewusstem Vertrauen anschauten.

Der 1963 von Papst Paul VI. (1963-1978) ins Leben gerufene Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel wird in vielen Ländern am ersten Sonntag vor Pfingsten begangen. Das diesjährige Thema lautet: "'Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir' - Hoffnung und Zuversicht verbreiten in unserer Zeit". In Deutschland fällt der Tag traditionell auf den zweiten Sonntag im September. Der Papst veröffentlicht seine Botschaft zu diesem Thementag jährlich zum 24. Januar, dem Fest des heiligen Franz von Sales (1567-1622); er ist Patron der Journalisten. (KNA)

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Erzbistum Paderborn
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