Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit

Film „Maria Magdalena“ jetzt online und auf DVD verfügbar

Dortmund/ Paderborn, 28.8.2018 Kaum ein Spielfilm mit biblischem Hintergrund hat in der letzten Zeit so eine Beachtung gefunden wie der der Spielfilm „Maria Magdalena“. Dieser kann jetzt für die kirchliche und schulische Bildungsarbeit im Erzbistum Paderborn eingesetzt werden. Der Film liegt als DVD an den Standorten Dortmund und Paderborn vor oder kann ganz einfach unter www.medienzentralen.de von den angemeldeten Nutzern unseres Onlineangebots per Download geladen werden.

Der Film portraitiert anschaulich und eindrücklich den Lebensweg von Maria Magdalena anhand von Quellen aus Bibel und Apokryphen. Er wendet sich Maria Magdalena als Jüngerin und als Zeugin seiner Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung zu und vernachlässigt die in früheren Filmen gezeigten, unterstellten Aspekte einer Liebesgeschichte oder Maria Magdalena als Sünderin. In seiner Verfilmung ihres bewegenden Lebensweges liefert der Regisseur David Garth eine zeitgemäße Neuinterpretation der biblischen Geschichte von Maria Magdalena und trifft damit den Nerv der Zeit.

Hier steht eine PDFumfangreiche Arbeitshilfe zur Verfügung.

Dr. Peter Hasenberg (früherer Leiter der Katholischen Filmkommission) beschreibt es so: „Formalästhetisch bewegt er sich eher auf konventionellen Pfaden, aber es gelingt ihm, die bekannte Geschichte frisch und mit neuen Akzentsetzungen zu erzählen. Die Geschichte Maria Magdalenas wird als eine Berufungsgeschichte erzählt. Sie spürt eine innere Unruhe und ist sich bewusst, dass es nicht ihre Bestimmung im Leben ist, eine Familie zu haben, was zu Konflikten mit dem Vater und dem Bruder führt. Die Begegnung mit Jesus führt sie auf den Weg, der ihr bestimmt ist, nämlich die erste Zeugin zu sein. Die thematische Klammer bildet die Frage: was bedeutet eigentlich das Reich Gottes? Bezug genommen wird am Anfang und Ende auf das Senfkorn-Gleichnis.

Neben Maria Magdalena erfährt vor allem Judas eine interessante Neuinterpretation. Er ist alles andere als eine Bösewicht, sondern ein Mann, der seine Familie verloren hat und sich erhofft, dass die Ankunft des Reiches Gottes ihn mit Frau und Tochter wieder vereint.

Es gibt in dem Film auch starke Reden – etwa wenn Maria Magdalena am Ende den Aposteln (= der „Männerkirche“) erklärt - , dass das Reich Gottes im Herzen eines jeden Menschen seinen Ursprung hat. Vor allem aber ist der Film dadurch stark, dass er auf Blicke und Berührungen setzt“.

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