Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit

„Für mich schließt sich hier ein beruflicher Kreis.“

Paderborn, 3.8.2017 Seit dem 1. August ist Katrin Holthaus (44) neue Referentin für den katholischen Religionsunterricht an Grund- und Förderschulen. Zu ihren Aufgaben gehört das Konzipieren und Durchführen von religionspädagogischen Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte der Grund- und Förderschulen im Erzbistum Paderborn sowie das Sichten und Bewerten von Lehrplänen, religionspädagogischer Fachliteratur, Unterrichtsmaterialien und Medien für den Religionsunterricht. Sie ist Nachfolgerin von Lioba Kolbe, die nach achtjähriger Tätigkeit im IRUM eine neue Aufgabe im Kontext der Katholischen Grundschule St. Michael wahrnimmt.

Katrin Holthaus hat ihre Kindheit und Jugend in Menden-Bösperde verbracht und am dortigen Walram-Gymnasium das Abitur abgelegt. Dass sie beruflich das Lehramt für Grundschulen anstrebte, begründet sie so: „Mich hat am meisten der ganzheitliche Ansatz fasziniert. Als Klassenlehrerin habe ich hier die Chance, die Kinder in vielen Fächern zu unterrichten und eine Gemeinschaft zu prägen.“ Im Lehramtsstudium für die Grundschule waren die Fächer Deutsch und Mathematik gesetzt. Offen blieb das dritte Wahlfach. Hier hat sie sich für Katholische Religionslehre als Schwerpunktfach entschieden. Die Gründe bringt Katrin Holthaus auf den Punkt: „Ich habe nicht lange darüber nachgedacht, es war einfach selbstverständlich. Und ein großes Interesse am Fach Theologie war auch im Spiel.“

Angesichts ihres ehrenamtlichen Engagements ist diese Aussage nicht überraschend. Katrin Holthaus kommt aus der kirchlichen Jugendarbeit, war in der KJG als Gruppenleiterin tätig. Beim Beginn des Studiums in Paderborn setzte sie dieses Engagement auf Diözesanebene fort und arbeitete vier Jahre ehrenamtlich in der Diözesanleitung der KJG. Hier behielt sie das Handlungsfeld Schule parallel zum Lehramtsstudium immer fest im Blick. Sie setzte das Projekt „Prima Klima in der 5“ in die Praxis um und begleitete die weitere Implementierung. Noch heute wird dieses Projekt im Findungsprozess einer neu gebildeten fünften Klasse an vielen Schulen eingesetzt.

Nach Abschluss des Lehramtsstudiums und des Referendariates trat sie 2002 ihre erste Stelle an der Katholischen Grundschule Benhausen an. Schule und dörfliches Umfeld waren ein Zufall und Glücksfall zugleich: „Ich begegnete hier einer tollen Schulleiterin, die mich vor allem im Berufseinstieg sehr engagiert begleitet hat. Die Kinder und ihre Familien standen im Mittelpunkt des Handelns. Hier konnte ich sehr verbindlich unterrichten und mit dem Fach Religion begegnete ich in der Schule zudem fast jedem Kind auch auf einer sehr persönlichen Ebene.“

Dem Wechsel nach Marienloh an die dortige Katholische Grundschule 2015 folgte dann bald schon der weitere Wechsel ins IRUM als religionspädagogische Referentin. „Nach 17 Jahren Schule hatte ich den Wunsch, eine neue Aufgabe anzugehen, und mich auch persönlich noch einmal weiterzuentwickeln“, erklärt Katrin Holthaus ihre Motivationslage. Doch so ganz fremd waren ihr diese religionspädagogische Aufgabenstellung und eine Referententätigkeit nicht. Im Rahmen ihrer ersten Staatsarbeit untersuchte sie das Thema „Seelsorgestunde in der Grundschule“. Hier knüpfte sie Kontakte zu Gerhard Krombusch, der damals die Abteilung Religionspädagogik leitete. Dieser erkannte rasch die Fähigkeiten der jungen Kollegin und setzte sie immer wieder als Referentin für religionspädagogische Veranstaltungen ein. So entwickelte Katrin Holthaus bspw. Fortbildungen zum Religionsunterricht im ersten und zweiten Schuljahr, von denen vor allem fachfremd Unterrichtende oder Neueinsteiger profitierten. Während ihrer Erziehungszeit war sie zudem als Referentin für Jugendpastoral beim Diözesanverband des BDKJ Paderborn tätig, während des Studiums arbeitete sie als Honorarkraft in Religiösen Schulwochen und Besinnungstagen der Abteilung Schulseelsorge.

Als Katrin Holthaus gefragt wurde, ob sie es nicht bedauere, aus dem Schuldienst auszuscheiden, war ihre Antwort folgerichtig: „Ja, ich bedauere es auf der einen Seite und werde die Arbeit mit den Kindern sicher vermissen. Aber ich freue mich auch, diese vielfältigen Erfahrungen in die neue Aufgabe miteinzubringen und habe den Eindruck, dass sich hier für mich gerade ein beruflicher Kreis schließt.“

Christoph Quasten

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